Zahngold-Wert: warum nur die Analyse zählt.
Zahngold ist kein einheitliches Material: Kronen und Brücken bestehen aus Gold-Legierungen mit stark schwankendem Goldanteil. Was es pro Gramm bringt, sagt erst die Analyse.

Zahngold ist eine Legierung, kein Karat.
Dentallegierungen enthalten neben Gold oft Platin, Palladium, Silber und unedle Metalle, je nach Typ und Jahrzehnt. Der reine Goldanteil reicht von wenigen Prozent bis über 75 Prozent. Eine pauschale Karat-Angabe gibt es also nicht, und genau deshalb ist eine pauschale Bewertung unseriös.
Anders als bei Schmuckgold steht auf einer Krone keine ablesbare Punze. Der Zahnarzt verbaut die Legierung, die medizinisch und wirtschaftlich am besten passt, und diese Zusammensetzung ändert sich über die Jahrzehnte. Eine Goldkrone aus den 1970er Jahren kann völlig anders legiert sein als eine aus den 2000ern. Deshalb lässt sich der Wert nicht am Aussehen ablesen, sondern nur messen.
Das gilt auch für das Gewicht: Eine einzelne Krone wiegt nur wenige Gramm, eine ganze Brücke entsprechend mehr. Keramikverblendungen, Zahnreste oder Befestigungsstifte zählen nicht zum Edelmetall, müssen aber nicht entfernt werden. Bei der Verrechnung wird der reine Edelmetallanteil zugrunde gelegt, nicht das Bruttogewicht mit allen Anhaftungen.
Typische Quellen für Zahngold sind alte Kronen, Inlays, Brücken und Stiftaufbauten, oft aus einem Nachlass oder nach einer Sanierung beim Zahnarzt. Manche Patienten bekommen ihre alten Arbeiten ausgehändigt, andere finden sie Jahre später in einer Schublade. In allen Fällen gilt: Der Wert steckt im Edelmetall, nicht im Aussehen, und ein kleines, unscheinbares Stück hochgoldhaltiger Legierung kann mehr bringen als eine größere, aber unedle Arbeit.
| Typ | Edelmetall-Anteil |
|---|---|
| Hochgoldhaltige Legierung | oft 60 bis 85 % (Gold + Platin/Palladium) |
| Reduziert goldhaltig | etwa 20 bis 50 % |
| Palladiumbasiert | wenig bis kein Gold, aber Palladiumwert |
| Nichtedelmetall (NEM) | kein Edelmetallwert |
Verwertbar ist auch das enthaltene Platin und Palladium, das bei guter Bewertung mitgerechnet wird.
Wie der echte Zahngold-Wert bestimmt wird.
Bei größeren Mengen bestimmt eine XRF-Analyse (Röntgenfluoreszenz) den genauen Edelmetallgehalt zerstörungsfrei. Daraus ergibt sich der Materialwert aller enthaltenen Edelmetalle zum Tageskurs. Keramik- und Zahnreste müssen nicht entfernt werden, sie werden bei der Verrechnung berücksichtigt.
Den Goldanteil bewerten wir zum aktuellen Goldkurs, Platin und Palladium separat zum jeweiligen Tageskurs, den Sie unter Platinpreis einsehen. Genau diese Trennung macht den Unterschied: Eine palladiumhaltige Dentallegierung kann mehr wert sein, als ihr geringer Goldanteil vermuten lässt. Wer Zahngold pauschal als niedrigkarätiges Altgold abrechnet, übersieht den Platingruppen-Anteil.
Zahngold zeigt seinen Wert nicht von außen. Erst die Messung trennt die hochgoldhaltige Krone von der unedlen.
In der Praxis sammeln viele Verkäufer ihr Zahngold über Jahre, bis eine lohnende Menge zusammenkommt. Das ist sinnvoll, denn bei größeren Posten fällt die XRF-Analyse leichter ins Gewicht und die Aufschlüsselung nach Gold, Platin und Palladium wird wirtschaftlicher. Aber auch eine einzelne Krone bewerten wir fair, ohne Mindestmenge. Wichtig ist nur, das Material vollständig zu behalten und nicht selbst auseinanderzunehmen.
Diskretion ist dabei selbstverständlich, viele Kunden bringen Zahngold aus einem Nachlass. Mehr zum Ablauf unter Zahngold verkaufen in Essen, eine Gesamtübersicht aller Edelmetalle bietet Edelmetallpreise.
Häufige Fragen zum Zahngold-Wert.
Was ist Zahngold pro Gramm wert?
Das hängt vom Edelmetallgehalt der konkreten Legierung ab, der stark schwankt. Eine seriöse Zahl gibt es erst nach Analyse, die den Gold-, Platin- und Palladiumanteil bestimmt und zum Tageskurs verrechnet.
Muss ich Keramik oder Zahnreste entfernen?
Nein. Die Bewertung berücksichtigt anhaftende Reste, der reine Edelmetallanteil wird zugrunde gelegt. Wichtig ist nur, dass das Material vollständig bleibt und nichts verloren geht.
Lohnt sich die XRF-Analyse für kleine Mengen?
Bei einzelnen Kronen schätzen wir den Typ erfahrungsbasiert ein, bei größeren Mengen oder im Zweifel bringt die XRF-Analyse Gewissheit und meist den besseren Preis, weil sie auch versteckte Platinmetalle erfasst.
Ist im Zahngold auch Platin oder Palladium?
Häufig ja. Gute Dentallegierungen enthalten Platin und Palladium, deren Wert mitgerechnet wird, statt sie zu ignorieren. Den aktuellen Kurs dieser Metalle sehen Sie unter Platinpreis.
Warum hat Zahngold keine Karat-Punze wie Schmuck?
Weil es keine genormte Schmucklegierung ist, sondern eine medizinisch optimierte Dentallegierung, die der Zahnarzt auswählt. Die Zusammensetzung variiert je nach Hersteller und Jahrzehnt, deshalb ist eine Messung nötig statt einer ablesbaren Punze.
Wird mein Zahngold diskret behandelt?
Ja. Viele Bestände stammen aus einem Nachlass, die Bewertung erfolgt ohne Aufhebens. Foto oder Anfrage genügt für den ersten Schritt, telefonisch erreichen Sie uns unter 0201 89074033.
Wie schnell bekomme ich ein Ergebnis?
Für eine erste Einschätzung genügt ein Foto, Antwort in der Regel binnen 24 Stunden. Bei größeren Mengen mit XRF-Analyse bekommen Sie eine genaue Aufschlüsselung nach Gold, Platin und Palladium.
Zahngold genau bewerten lassen.
Diskrete Bewertung, bei größeren Mengen mit XRF-Analyse. Foto oder Anfrage genügt für den ersten Schritt.