Das Edelstein-Lexikon
Von Amethyst bis Turmalin: die wichtigsten Edelsteine auf einen Blick, mit den Fakten, die wirklich zählen. Mineral, Farbe, Härte, Herkunft und das, was jeden Stein besonders (und wertvoll) macht. Kuratiert aus zwei Jahrzehnten Bewertungspraxis.
Edelsteine von A bis Z
Tippen Sie auf einen Stein für die Kurzinfo. Die großen Klassiker führen zum ausführlichen Porträt.
Die Steckbriefe
Kurz, korrekt und auf das Wesentliche gebracht.
Achat
Achat ist mikrokristalliner Quarz mit der typischen, geschwungenen Bänderung, jede Scheibe ist ein Unikat. Viele Achate im Handel werden gefärbt, um die Bänder kräftiger zur Geltung zu bringen.
Bewerten lassen →Alexandrit
Der König der Farbwechsel-Steine: blaugrün bei Tageslicht, purpurrot bei Kerzen- und Glühlicht, „Smaragd bei Tag, Rubin bei Nacht“. Feine Alexandrite mit starkem Wechsel gehören zu den teuersten Edelsteinen überhaupt.
Alexandrit-Porträt → Bewerten lassen →Amazonit
Der grünblaue Vertreter der Feldspat-Familie, gefärbt durch Spuren von Blei. Charakteristisch ist die weiße Gitterung aus eingelagertem Albit. Wird als Cabochon oder Trommelstein verarbeitet und ist beliebt in Silberschmuck.
Bewerten lassen →Amethyst
Der violette Quarz war einst so kostbar wie ein Rubin, bis im 19. Jahrhundert riesige Vorkommen in Südamerika gefunden wurden. Heute ist er erschwinglich; gefragt ist das tiefe, rotblitzende Violett. Seine Farbe stammt von Eisen und natürlicher Strahlung.
Bewerten lassen →Andalusit
Berühmt für seinen kräftigen Pleochroismus: Je nach Blickrichtung zeigt derselbe Stein grünlich-braune und rötliche Töne zugleich. Ein guter Schliff fängt dieses Farbspiel bewusst ein. Die Varietät Chiastolith zeigt ein dunkles Kreuzmuster.
Bewerten lassen →Apatit
Das neonblaue Apatit erinnert an Paraíba-Turmalin, ist mit Härte 5 aber deutlich weicher und empfindlicher. Der Name (griechisch „täuschen“) spielt auf die häufige Verwechslung mit anderen Steinen an. Ein Sammler- und Liebhaberstein, für Ringe nur bedingt geeignet.
Bewerten lassen →Aquamarin
Der Aquamarin ist der nahe Verwandte des Smaragds, dasselbe Mineral Beryll, aber klarer und robuster. Je reiner und tiefer das Blau, desto höher der Wert; die Spitzenfarbe heißt „Santa Maria“. Erwärmen entfernt oft einen störenden Grünstich.
Verwandter: Smaragd → Bewerten lassen →Aventurin
Grüner Quarz mit schimmerndem Glitzer-Effekt (Aventureszenz), der von eingelagerten Fuchsit-Glimmerplättchen stammt. Meist undurchsichtig und als Cabochon oder Deko-Objekt verarbeitet. Der Effekt gab dem Aventurin-Glas seinen Namen, nicht umgekehrt.
Bewerten lassen →Bergkristall
Die wasserklare, farblose Varietät des Quarzes. Historisch für Siegel, Linsen und Kugeln geschätzt; der Name stammt vom griechischen „krystallos“ (Eis), weil man ihn für ewig gefrorenes Wasser hielt. Häufig und preiswert, in großen reinen Stücken aber dekorativ.
Bewerten lassen →Bernstein
Kein Mineral, sondern Millionen Jahre altes, versteinertes Baumharz. Eingeschlossene Insekten oder Pflanzenreste machen einzelne Stücke für Sammler besonders wertvoll; baltischer Sukzinit ist der Klassiker.
Bernstein-Porträt → Bewerten lassen →Charoit
Ein leuchtend violetter Schmuckstein mit charakteristischem, faserig-wirbelndem Muster. Charoit kommt weltweit nur an einer einzigen Stelle vor, am Fluss Tschara in Sibirien, was ihn zur Rarität macht. Wird ausschließlich als Cabochon oder Objekt verarbeitet.
Bewerten lassen →Chrysoberyll (Katzenauge)
Als Cabochon zeigt der Chrysoberyll ein scharfes, bewegliches Lichtband, das echte „Katzenauge“, dem als einzigem Stein der Name ohne Zusatz zusteht. Mit Härte 8,5 nach Diamant und Korund einer der härtesten Edelsteine.
Bewerten lassen →Chrysopras
Die wertvollste grüne Chalcedon-Varietät, apfel- bis lauchgrün gefärbt durch Nickel. In Antike und Mittelalter hochgeschätzt, etwa für Intarsien. Beste Qualitäten kommen heute aus Queensland. Lichtschutz empfohlen, da die Farbe verblassen kann.
Bewerten lassen →Citrin
Der goldgelbe Quarz ist nur selten naturbelassen, der größte Teil im Handel ist gebrannter Amethyst, dessen Eisen unter Hitze die warme Farbe annimmt. Beliebt für große, leuchtende Steine.
Bewerten lassen →Demantoid
Der wertvollste Granat: ein leuchtend grüner Andradit mit einer Dispersion (Feuer), die sogar den Diamanten übertrifft, daher der Name. Russische Steine aus dem Ural zeigen charakteristische „Pferdeschweif“-Einschlüsse aus Byssolith, die als Echtheits- und Herkunftsmerkmal gelten.
Bewerten lassen →Diamant
Der härteste natürliche Stoff und der meistgehandelte Edelstein. Sein Wert ergibt sich aus den 4 Cs, und heute entscheidend: ob er natürlich oder laborgezüchtet ist.
Diamant-Porträt → Diamanten Ankauf →Diopsid
Chromdiopsid besticht durch ein sattes, smaragdähnliches Grün zu kleinem Preis. Mit Härte um 6 ist er empfindlicher als Smaragd und meist in kleineren Größen rein. Eine seltene Varietät zeigt als Sterndiopsid einen vierstrahligen Stern.
Bewerten lassen →Disthen
Disthen, auch Kyanit, zeigt ein tiefes Blau, das feinem Saphir nahekommt. Seine Besonderheit ist die anisotrope Härte: längs der Kristallachse weich (4,5), quer dazu hart (7), was den Schliff anspruchsvoll macht. Der Name „Disthen“ bedeutet „zweifache Kraft“.
Bewerten lassen →Fluorit
Kaum ein Mineral zeigt so viele Farben wie Fluorit, oft in Bändern aus Violett und Grün in einem Stein. Er gab der Fluoreszenz ihren Namen. Mit Härte 4 und vollkommener Spaltbarkeit ist er als Ringstein heikel und vor allem ein Sammler- und Objektstein.
Bewerten lassen →Gagat
Gagat ist versteinertes, stark verdichtetes Holz, ein Verwandter der Kohle. Tiefschwarz, sehr leicht und warm im Griff, war er das Material der viktorianischen Trauerschmuck-Mode, befeuert durch Queen Victoria. Lässt sich hochglanz polieren.
Bewerten lassen →Granat
„Granat“ ist eine ganze Familie: Der rote Almandin ist der Klassiker, doch die grünen Varietäten Tsavorit und Demantoid sowie der leuchtend orange Spessartin sind die wertvollsten. Demantoid zeigt sogar mehr Feuer als ein Diamant, und Granat wird so gut wie nie behandelt.
Bewerten lassen →Heliodor
Der goldgelbe Beryll, gefärbt durch Eisen, ist der sonnige Verwandte von Smaragd und Aquamarin. Der Name stammt vom griechischen „Geschenk der Sonne“. Gute Härte und Klarheit machen ihn alltagstauglich; größere reine Steine sind gut erhältlich.
Bewerten lassen →Iolith
Iolith zeigt einen der stärksten Pleochroismen überhaupt: je nach Richtung tiefviolettblau, farblos oder gelblich. Wikinger sollen ihn als Polarisationsfilter zur Navigation genutzt haben. Wegen der saphirähnlichen Farbe auch „Wassersaphir“ genannt.
Bewerten lassen →Jadeit (Jade)
Von den zwei „Jade“-Mineralen ist Jadeit das wertvollere (neben Nephrit). Das durchscheinende, intensiv smaragdgrüne „Imperial-Jade“ aus Myanmar erzielt in Asien Spitzenpreise. Extrem zäh, ideal für Schnitzereien.
Imperial-Jade-Porträt → Bewerten lassen →Karneol
Die orange bis rotbraune Chalcedon-Varietät, gefärbt durch Eisenoxid. Schon in der Antike für Siegelringe und Gemmen beliebt, weil heißes Wachs nicht daran haftet. Oft durch Erhitzen farblich vertieft, ein altes und akzeptiertes Verfahren.
Bewerten lassen →Koralle
Edelkoralle ist das verkalkte Skelett winziger Meerespolypen, kein Mineral im engeren Sinn. „Sangue di bue“-Rot aus dem Mittelmeer gilt als Spitze. Wegen Übernutzung sind viele Vorkommen geschützt; alte Bestände und Nachlässe sind daher gefragt. Säure- und hitzeempfindlich.
Bewerten lassen →Kunzit
Die rosa-violette Varietät des Spodumens, oft in großen, klaren Steinen. Zeigt je nach Blickrichtung unterschiedlich starke Farbe und kann am Tageslicht verblassen, daher trägt er den Beinamen „Abendstein“.
Bewerten lassen →Labradorit
Ein unscheinbarer grauer Stein, bis das Licht im richtigen Winkel ein metallisch blau-grünes Leuchten entfacht, die Labradoreszenz. Die finnische Varietät mit vollem Farbspektrum heißt Spectrolith.
Bewerten lassen →Lapislazuli
Eigentlich ein Gestein, kein einzelnes Mineral. Das tiefe Blau aus Afghanistan mit goldenen Pyrit-Sprenkeln galt schon im Altertum als kostbar, aus ihm wurde das Pigment Ultramarin gewonnen.
Bewerten lassen →Malachit
Das tiefe, gebänderte Grün mit konzentrischen Ringen macht jeden Malachit zum Unikat. Kupferhaltig, weich und empfindlich gegen Säure und Hitze, historisch als Pigment und für Prunkobjekte genutzt.
Bewerten lassen →Moldavit
Moldavit ist natürliches Glas, das vor rund 15 Millionen Jahren bei einem Meteoriteneinschlag in Süddeutschland entstand und als Schmelze bis nach Böhmen flog. Seine narbige, gefurchte Oberfläche ist unverwechselbar. Begehrt bei Sammlern; gute Glas-Imitate sind im Umlauf.
Bewerten lassen →Mondstein
Sein Zauber ist die „Adulareszenz“, ein wanderndes, blau-weißes Leuchten, das über den im Cabochon geschliffenen Stein zieht. Der bläulich schimmernde Mondstein aus Sri Lanka ist am wertvollsten. Er ist weich und spaltbar, also empfindlich.
Bewerten lassen →Morganit
Die rosa Varietät des Berylls, eng verwandt mit Smaragd und Aquamarin. Oft erhitzt, um einen Orangestich zu entfernen, und in den letzten Jahren sehr gefragt für Verlobungsringe.
Bewerten lassen →Obsidian
Obsidian ist rasch erstarrte Lava, ein amorphes Glas ohne Kristallstruktur. Er bricht messerscharf muschelig, weshalb schon die Steinzeit Klingen daraus schlug. Varietäten wie Schneeflocken- oder Regenbogen-Obsidian zeigen Einschlüsse und Schiller.
Bewerten lassen →Onyx
Streng genommen ein gebänderter Chalcedon, im Schmuck meint „Onyx“ aber fast immer den tiefschwarzen, polierten Stein. Die meisten sind gefärbt; ein klassischer, eleganter Schmuckstein.
Bewerten lassen →Opal
Sein „Farbenspiel“ entsteht durch Lichtbeugung an winzigen Kieselsäure-Kugeln. Der dunkle Schwarzopal aus Lightning Ridge ist die Krone, und Opal ist empfindlich gegen Hitze und Austrocknung.
Opal-Porträt → Opal Ankauf →Padparadscha
Die zarte Mischung aus Rosa und Orange, benannt nach der Lotosblüte, ist die seltenste und begehrteste Farbe des Saphirs. Echte, unbehandelte Padparadscha sind extrem rar; Vorsicht vor diffusionsbehandelten Imitaten. Siehe auch Saphir Ankauf.
Padparadscha-Porträt → Bewerten lassen →Paraíba-Turmalin
1989 in Brasilien entdeckt: ein elektrisierend leuchtendes Blau-Türkis, das es bei keinem anderen Stein gibt, verursacht durch Kupfer. Pro Karat einer der teuersten Farbsteine der Welt; brasilianische Steine erzielen die Höchstpreise.
Paraíba-Porträt → Bewerten lassen →Peridot
Der Peridot leuchtet immer im selben charakteristischen Lindgrün, die Farbe gehört zum Mineral selbst und wird nicht behandelt. Er ist der Geburtsstein des August.
Bewerten lassen →Perle
Die Perle ist organisch, von Muscheln und Austern gebildet. Heute fast nur Zuchtperlen: Akoya, Süßwasser, goldene Südsee- und dunkle Tahiti-Perlen. Ihr Wert hängt von Lüster, Form, Größe und Oberfläche ab, und sie ist sehr empfindlich.
Bewerten lassen →Rauchquarz
Die braune bis fast schwarze Quarz-Varietät, deren Farbe durch natürliche Gammastrahlung auf Aluminium-Spuren entsteht. In den Alpen ein klassischer Kluftfund, in der Tracht als „Morion“ verarbeitet. Häufig, robust und alltagstauglich.
Bewerten lassen →Rhodochrosit
Rhodochrosit besticht durch sein Himbeerrosa, im Cabochon oft mit weißen Bändern (argentinisches „Rosinca“). Transparente facettierbare Kristalle aus der Sweet-Home-Mine in Colorado sind Sammlerraritäten. Mit Härte unter 4 weich und nur für geschützten Schmuck geeignet.
Bewerten lassen →Rhodonit
Rhodonit zeigt ein kräftiges Rosa, fast immer durchzogen von schwarzen Manganoxid-Adern, die ein dekoratives Netzmuster bilden. Im Ural einst für ganze Vasen und Tafeln verarbeitet. Meist Cabochon- und Objektstein; selten finden sich transparente facettierbare Kristalle.
Bewerten lassen →Rosenquarz
Der zartrosa Quarz ist fast immer leicht milchig, klare Exemplare sind selten. Sehr verbreitet als Cabochon, Kette und Trommelstein, der Stein der sanften Romantik.
Bewerten lassen →Roter Beryll
Die seltenste Varietät des Berylls, gefärbt von Mangan. Gemmenfähiges Material stammt fast nur aus einer einzigen Mine in Utah; saubere Steine über einem halben Karat sind extreme Raritäten. Früher „Bixbit“ genannt.
Roter-Beryll-Porträt → Bewerten lassen →Rubellit
Rubellit ist der rosa bis rote Turmalin. Echte Rubellite behalten ihre Farbe auch bei Kunstlicht, anders als viele rosa Turmaline, die ins Bräunliche kippen. Oft lebhaft, aber selten lupenrein, da Einschlüsse und kleine Risse zum Material gehören.
Bewerten lassen →Rubin
Roter Korund, die Farbe stammt von Chrom. Unbehandelte Burma-Steine in „Pigeon Blood“ gehören zum Teuersten, was die Edelsteinwelt kennt.
Rubin-Porträt → Rubin Ankauf →Saphir
Derselbe Korund wie der Rubin, nur in Blau, und vielen weiteren Farben. Das samtige Kornblumenblau aus Kaschmir ist unerreicht; die rosa-orange Variante heißt Padparadscha.
Saphir-Porträt → Saphir Ankauf →Smaragd
Grüner Beryll, gefärbt durch Chrom und Vanadium. Einschlüsse („Jardin“) gehören dazu; die Spitzensteine kommen aus Kolumbien, und fast jeder Smaragd ist geölt.
Smaragd-Porträt → Smaragd Ankauf →Sodalith
Sodalith ist ein tiefblauer Stein mit weißen Calcit-Adern, oft mit Lapislazuli verwechselt, dem aber die goldenen Pyrit-Einschlüsse fehlen. Meist undurchsichtig und als Cabochon oder Deko-Objekt verarbeitet. Gute Qualitäten zeigen ein sattes, gleichmäßiges Royalblau.
Bewerten lassen →Sonnenstein
Der Sonnenstein verdankt sein orangefarbenes Funkeln winzigen, gleichgerichteten Plättchen aus Hämatit oder Kupfer, die das Licht spiegeln (Aventureszenz). Oregon-Sonnenstein kann sogar transparent und facettierbar sein. Das warme Gegenstück zum kühlen Mondstein.
Bewerten lassen →Spessartin
Der Mangan-Granat in leuchtendem Mandarinorange, benannt nach dem Spessart in Deutschland. Reine, intensiv orange Steine aus Namibia und Nigeria („Mandarin-Granat“) sind die begehrtesten. Hohe Lichtbrechung gibt ihm Lebendigkeit; gute Härte macht ihn alltagstauglich.
Bewerten lassen →Sphen
Sphen, mineralogisch Titanit, hat eine Dispersion, die den Diamanten übertrifft: ein regelrechtes Feuerwerk aus Spektralfarben. Mit Härte um 5 ist er weich und ein klassischer Sammlerstein. Sein Name stammt vom griechischen „Keil“, nach der typischen Kristallform.
Bewerten lassen →Spinell
Jahrhundertelang für Rubin gehalten, berühmte „Rubine“ in Kronjuwelen sind in Wahrheit Spinelle. Meist unbehandelt, hart und brillant; roter und leuchtend rosa Spinell ist heute hoch geschätzt.
Bewerten lassen →Sugilith
Ein erst 1944 beschriebenes, intensiv violett bis magenta gefärbtes Mangan-Silikat. Spitzenmaterial kommt fast nur aus der Wessels-Mine in Südafrika. Meist undurchsichtiger Cabochon-Stein; das satte „Royal Lavulite“-Violett ist sein Markenzeichen und macht ihn bei Sammlern beliebt.
Bewerten lassen →Tansanit
Erst 1967 am Fuße des Kilimandscharo entdeckt und von Tiffany benannt. Tansanit kommt weltweit nur aus einem einzigen Gebiet, Merelani in Tansania. Er ist stark pleochroitisch (zeigt je nach Blickwinkel Blau, Violett und Burgund) und wird fast immer erhitzt. Die einzige Quelle macht ihn zum „Stein einer Generation“.
Bewerten lassen →Tigerauge
Tigerauge entsteht, wenn Quarz faseriges Krokydolith verdrängt und dessen parallele Struktur übernimmt; daraus resultiert der wandernde, seidige Lichtstreif (Chatoyance). Goldbraun ist das klassische, blaugrau das „Falkenauge“. Robust und preiswert, ein Klassiker im Herrenschmuck.
Bewerten lassen →Topas
Sehr hart, aber gut spaltbar, also nicht unverwüstlich. Die meisten leuchtend blauen Topase im Handel sind bestrahlter farbloser Topas; naturblaue sind selten. Am begehrtesten ist der rosa-orange „Imperial-Topas“ in Pfirsichtönen.
Bewerten lassen →Tsavorit
Der grüne Grossular-Granat, 1967 in Ostafrika entdeckt und von Tiffany benannt. Leuchtender und sauberer als viele Smaragde, und nie geölt. Über zwei Karat ist er selten und entsprechend wertvoll.
Bewerten lassen →Türkis
Sein berühmtes Himmelblau verdankt der Türkis dem Kupfer. Persische Steine ohne Matrix gelten als die feinsten; vieles im Handel ist stabilisiert oder gefärbt, weil reiner Türkis porös und empfindlich ist.
Bewerten lassen →Turmalin
Kein Edelstein bietet mehr Farben. Der kupferhaltige Neon-„Paraiba“-Turmalin ist die teuerste Varietät und erreicht fünfstellige Karatpreise; der „Wassermelonen“-Turmalin zeigt einen rosa Kern mit grünem Rand. Ein Stein für Sammler von Farbe.
Bewerten lassen →Zirkon
Der natürliche Zirkon (nicht zu verwechseln mit dem synthetischen „Zirkonia“!) hat ein Feuer und einen Glanz nahe am Diamanten. Der beliebte leuchtend blaue Zirkon entsteht durch Brennen; seine Doppelbrechung lässt Facettenkanten doppelt erscheinen.
Bewerten lassen →Häufige Fragen
Welcher Edelstein ist der härteste?
Der Diamant, mit Härte 10 auf der Mohs-Skala der härteste natürliche Stoff überhaupt. Es folgen Rubin und Saphir (beide Korund, Härte 9). Härte sagt aber nichts über Bruchfestigkeit: Auch ein Diamant kann entlang seiner Spaltebenen splittern.
Welcher Edelstein ist am wertvollsten?
Pro Karat erzielen feinste, unbehandelte Farbedelsteine die höchsten Preise, ein Kaschmir-Saphir, ein Burma-Rubin in „Pigeon Blood“ oder ein kolumbianischer Smaragd können einen Spitzendiamanten pro Karat übertreffen. Entscheidend sind Farbe, Herkunft, Behandlung und Seltenheit.
Woran erkenne ich einen echten Edelstein?
Mit bloßem Auge gar nicht zuverlässig. Echtheit, Behandlung und Herkunft lassen sich nur mit Lupe, Mikroskop und Instrumenten (oder im Labor) sicher bestimmen. Im Zweifel hilft eine fachliche Edelstein-Beratung, gerade vor einem Verkauf.
Einen Edelstein bewerten lassen?
Ob Rubin, Saphir, Smaragd, Opal oder ein seltener Farbstein, schicken Sie uns ein paar Fotos, und wir geben Ihnen eine erste fundierte Einschätzung. Diskret, ohne Verkaufsdruck.
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