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Kronjuwelier·Preise·Diamantpreis

Diamantpreis pro Karat: die Spanne erklärt.

Es gibt keinen festen Diamantpreis pro Karat: Zwei Steine gleichen Gewichts können sich im Wert um das Zehnfache unterscheiden. Die 4 C entscheiden, die Tabelle gibt nur Orientierung.

Lose Brillanten verschiedener Größe mit Pinzette und Lupe auf dunklem Tablett
Kurz beantwortet

Was kostet 1 Karat Diamant?

Ein natürlicher, gut geschliffener Diamant von 1 Karat kostet im Handel grob zwischen 2.000 und über 15.000 Euro. Den Ausschlag geben Farbe, Reinheit und Schliff: Ein leicht getönter Stein mit kleinen Einschlüssen liegt am unteren Ende, ein hochfeiner weißer, sehr reiner Stein am oberen. Laborgezüchtete Diamanten kosten nur einen Bruchteil, und beim Verkauf liegt der Erlös unter dem Ladenpreis.

Preisspannen zur Orientierung

Warum 1 Karat nicht gleich 1 Karat ist.

Anders als Gold hat ein Diamant keinen Börsenkurs. Sein Preis ergibt sich aus den 4 C: Carat (Gewicht), Colour (Farbe), Clarity (Reinheit) und Cut (Schliff). Ein technisch perfekter Einkaräter kostet ein Vielfaches eines gleich schweren, aber getönten und eingeschlossenen Steins.

Diese vier Kriterien wirken zusammen, nicht nacheinander. Carat ist das Gewicht, ein Karat sind 0,2 Gramm, und der Preis pro Karat steigt mit der Größe überproportional, weil große reine Steine selten sind. Colour reicht von hochfeinem Weiß (D) bis zu deutlich getönten Stufen, Clarity von lupenrein bis zu mit bloßem Auge sichtbaren Einschlüssen. Der Cut schließlich entscheidet, wie viel Feuer und Brillanz der Stein überhaupt zeigt, ein mittelmäßiger Schliff verschenkt selbst bei bester Rohqualität Wert.

Deshalb ist die verbreitete Frage „Was kostet ein Karat?“ irreführend. Zwei Einkaräter können sich im Preis um das Zehnfache unterscheiden. Die folgenden Spannen sind grobe Orientierung für gute, zertifizierte Steine, kein Festpreis:

Sehr grobe Orientierung für zertifizierte Brillanten, der Einzelwert hängt voll an den 4 C.
GewichtSpanne (gute Qualität)
0,30 cteinige hundert Euro
0,50 ctrund 800 bis 2.500 Euro
1,00 ctrund 2.500 bis 12.000 Euro
2,00 ctrund 8.000 bis 40.000 Euro
3,00 ct und mehroft fünf- bis sechsstellig

Die Spannen sind bewusst weit. Eine belastbare Zahl liefert nur die Bewertung des konkreten Steins, idealerweise mit Zertifikat. Die Methodik erklärt Wert von Edelsteinen.

Vom Tabellenwert zum echten Preis.

Für eine konkrete Einordnung zählen Zertifikat (GIA, HRD, IGI), die genaue Farb- und Reinheitsstufe und die Schliffqualität. Gefasste Steine werden separat vom Metall bewertet. Eine erste Selbsteinschätzung erlaubt der Edelstein-Wert-Rechner, die Hintergründe der Stein selbst stehen im Diamant-Steckbrief.

Ein eigenes Thema sind Labordiamanten. Sie sind chemisch echte Diamanten, lassen sich aber im Labor herstellen und liegen im Wiederverkauf deutlich unter natürlichen Steinen. Für eine seriöse Bewertung muss zweifelsfrei feststehen, ob ein Stein natürlich oder synthetisch ist, was geschultes Augerät und Erfahrung erfordert. Auch hier gilt: ohne diese Unterscheidung keine belastbare Zahl.

Beim Diamanten zählt nicht das Gewicht in der Hand, sondern was die Lupe und das Zertifikat zeigen.

Marcel Querl ist Schmuck- und Diamantexperte mit rund zwanzig Jahren Erfahrung und bewertet Ihren Stein nach den 4 C, mit oder ohne Papiere. Zum Verkauf gefasster oder loser Steine: Diamanten-Ankauf. Eine Übersicht aller Preise und Werte bietet Edelmetallpreise.

Nach Farbe und Reinheit

Was kostet ein Diamant je nach Farbe und Reinheit?

Bei gleichem Gewicht bestimmen Farbe und Reinheit den Preis am stärksten. Ein Einkaräter in hochfeinem Weiß (D bis F) mit sehr hoher Reinheit (IF bis VVS) kostet im Handel oft das Zwei- bis Dreifache eines leicht getönten Steins der Klassen I bis K mit SI-Reinheit. Die Tabelle zeigt grobe Spannen für natürliche runde Brillanten.

Gemeint sind Gesamtpreise je Stein im Endkundenhandel, für gut geschliffene Brillanten mit Laborbericht (GIA, HRD oder IGI). Ankaufspreise liegen darunter, und der konkrete Stein kann aus jeder Spanne herausfallen.

Sehr grobe Marktorientierung für natürliche runde Brillanten, Gesamtpreis je Stein. Kein Ankaufspreis, der Einzelstein entscheidet.
GewichtD–F · IF–VVS
hochfeines Weiß, sehr rein
G–H · VS
feines Weiß, kleine Einschlüsse
I–K · SI
leicht getönt, Einschlüsse unter der Lupe
0,5 ctrund 1.200 bis 3.000 Eurorund 800 bis 1.600 Eurorund 450 bis 1.000 Euro
1 ctrund 6.000 bis 16.000 Eurorund 3.500 bis 7.000 Eurorund 2.000 bis 4.500 Euro
2 ctrund 30.000 bis 65.000 Eurorund 18.000 bis 32.000 Eurorund 8.000 bis 18.000 Euro

Die Übersicht weiter oben fasst gute Handelsqualitäten in einer Spanne zusammen. Diese Tabelle trennt nach Farbe und Reinheit und schließt hochfeine wie leicht getönte Steine ein. Deshalb reicht sie beim Ein- und Zweikaräter weiter nach oben und beginnt beim Halb- und Einkaräter etwas tiefer. Auffällig ist der Sprung zwischen 1 und 2 Karat: Der Gesamtpreis verdoppelt sich nicht nur, er steigt oft auf das Vier- bis Fünffache, weil große reine Steine seltener sind.

Abschläge gibt es für Fancy-Formen wie Tropfen, Navette oder Herz, die meist unter dem runden Brillanten liegen, für einen schwachen Schliff und bei weißen Steinen häufig auch für starke Fluoreszenz. Knapp unter einer runden Gewichtsgrenze, etwa 0,95 statt 1,00 Karat, ist ein Stein spürbar günstiger, obwohl man den Unterschied mit bloßem Auge nicht sieht.

Labordiamanten gehören nicht in diese Tabelle. Sie sind chemisch Diamant, werden aber industriell hergestellt und sind in den letzten Jahren stark im Preis gefallen. Sie kosten nur einen Bruchteil eines natürlichen Steins gleicher Qualität, und ihr Wiederverkaufswert ist gering. Seriöse Laborberichte weisen gezüchtete Steine ausdrücklich aus, oft steht es zusätzlich als Lasergravur auf der Rundiste.

Was bekommen Sie beim Verkauf?

Beim Verkauf eines Diamanten erhalten Sie nicht den Ladenpreis, sondern einen Ankaufspreis, der sich am Großhandel orientiert. Der Abstand zum Endkundenpreis ist bei Diamanten größer als bei Gold, weil der Stein geprüft, gehalten und wieder verkauft werden muss. Wie groß er ausfällt, hängt von Qualität, Größe und Papieren ab.

Gut verkäuflich sind runde Brillanten ab etwa 0,5 Karat in den Klassen bis H und VS, am besten mit Laborbericht. Schwieriger sind sehr kleine, stark getönte oder deutlich eingeschlossene Steine sowie Steine mit Beschädigungen, etwa Absplitterungen an der Rundiste. Kleiner Brillantbesatz im Ring trägt oft weniger zum Wert bei, als viele erwarten.

Bei Schmuck bewerten wir Stein und Fassung getrennt. Das Metall folgt der Formel Gewicht × Feingehalt × Kurs: Bei einem Kurs von etwa 120 € pro Gramm Feingold hat 750er Gold rund 90 € und 585er Gold rund 70 € Materialwert pro Gramm. Den aktuellen Kurs zeigt Goldpreis heute.

Der Ablauf: Sie senden Fotos und vorhandene Papiere für eine kostenlose, unverbindliche Vorabschätzung. Danach folgt ein Termin, der Stein wird vor Ihren Augen geprüft, und bei Einigung zahlen wir sofort aus. Ab etwa 5.000 € Warenwert ist auch ein Hausbesuch möglich. Die Schätzung geht ohne Ausweis, für den Verkauf brauchen Sie bei uns immer einen gültigen Ausweis, auch bei kleinen Beträgen.

Häufige Fragen zum Diamantpreis.

Was kostet 1 Karat Diamant?

Es gibt keinen festen Preis. Ein guter, zertifizierter Einkaräter liegt grob zwischen einigen tausend und über zehntausend Euro, je nach Farbe, Reinheit und Schliff. Nur die Bewertung des konkreten Steins ist belastbar.

Warum schwanken die Preise so stark?

Weil die 4 C den Wert bestimmen, nicht das Gewicht allein. Farbe, Reinheit und Schliff können den Preis pro Karat vervielfachen oder drücken. Zwei gleich schwere Steine liegen oft Welten auseinander.

Brauche ich ein Zertifikat zum Verkauf?

Es hilft sehr, ist aber kein Muss. Mit GIA-, HRD- oder IGI-Zertifikat geht die Bewertung schneller und genauer. Ohne Papiere ordnen wir den Stein fachlich nach den 4 C ein.

Wie viel ist ein Diamant im Ring wert?

Stein und Fassung werden getrennt bewertet: der Diamant nach den 4 C, das Metall nach Feingehalt und Goldkurs, den Goldpreis heute zeigt. Zusammen ergibt das den Ankaufswert.

Was ist ein Labordiamant wert?

Laborgezüchtete Diamanten sind chemisch echt, im Wiederverkauf aber deutlich weniger wert als natürliche Steine. Entscheidend ist, dass die Herkunft zweifelsfrei bestimmt wird, sonst ist keine seriöse Bewertung möglich.

Wie erkenne ich die Qualität meines Diamanten selbst?

Ohne Gerät kaum verlässlich. Farbe und Einschlüsse lassen sich erahnen, aber Schliffqualität und exakte Reinheitsstufe erfordern Lupe und Erfahrung. Eine erste grobe Orientierung gibt der Edelstein-Wert-Rechner.

Wer bewertet meinen Diamanten?

Marcel Querl, Schmuck- und Diamantexperte mit rund zwanzig Jahren Erfahrung, aus dem Fernsehen bekannt. Foto und vorhandene Papiere genügen für den ersten Schritt, Telefon 0201 89074033.

Wie schnell bekomme ich eine Einschätzung?

Für eine erste Einordnung genügt ein Foto, möglichst mit Zertifikat, Antwort in der Regel binnen 24 Stunden. Eine genaue Bestimmung der 4 C erfolgt dann am Stein selbst.

Was kostet ein Diamant mit 0,5 Karat?

Ein natürlicher halbkarätiger Brillant liegt im Handel grob zwischen 450 und 3.000 Euro. Leicht getönte Steine mit SI-Reinheit stehen am unteren Ende, hochfeines Weiß mit IF- bis VVS-Reinheit am oberen. Beim Verkauf liegt der Erlös unter diesen Ladenpreisen.

Wie viel bekomme ich für einen 1-Karat-Diamanten beim Verkauf?

Das hängt vor allem von Farbe, Reinheit, Schliff und Papieren ab. Maßstab ist der Großhandel, nicht der Ladenpreis. Mit Fotos und vorhandenem Laborbericht nennen wir Ihnen kostenlos eine erste Spanne, den genauen Betrag nach der Prüfung am Stein.

Diamant fundiert bewerten lassen.

Mit oder ohne Zertifikat: Wir ordnen Ihren Stein nach den 4 C ein. Foto und vorhandene Papiere genügen für den ersten Schritt.

Diamanten-Ankauf

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