Tscherwonez verkaufen.
Der Tscherwonez, die russische 10-Rubel-Goldmünze mit dem Sämann-Motiv, ist eine verbreitete Anlagemünze aus Osteuropa. Sie enthält 7,74 g Feingold.

Der Sämann in Gold.
Der sowjetische Tscherwonez (russisch "Sejatel", der "Sämann") ist eine der bekanntesten Goldanlagemünzen Osteuropas. Die Rückseite zeigt einen Sämann, der vor einer aufgehenden Sonne und Fabrikkulisse Korn ausstreut, ein Motiv der frühen Sowjetzeit, das für Aufbau und Wohlstand steht. Die Vorderseite trägt das sowjetische Staatswappen.
Erstmals 1923 geprägt, knüpfte der Tscherwonez bewusst an den zaristischen 10-Rubel an und sollte als wertstabile Goldwährung das Vertrauen wiederherstellen. Als Neuprägung wurde er in großer Zahl von 1975 bis 1982 aufgelegt, unter anderem mit Blick auf die Olympischen Spiele 1980 in Moskau.
Die Münze enthält 7,74 g Feingold in 900er Legierung bei einem Bruttogewicht von 8,60 g. Damit liegt sie im Goldgehalt nah am britischen Sovereign. Die häufigen Neuprägungen der 1970er und 1980er Jahre sind reine Anlagestücke.
Beim Verkauf zählt bei den Neuprägungen der Goldgehalt; Originale von 1923 und zaristische 10-Rubel können einen Sammleraufschlag tragen. Eine Einordnung aller Anlagemünzen bietet der Ratgeber Goldmünzen verkaufen.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Feingold | 7,74 g |
| Feinheit | 900 (21,6 Karat) |
| Bruttogewicht | 8,60 g |
| Prägung | 1923; Neuprägung 1975–1982 |
Was der Tscherwonez bringt.
Die häufigen Neuprägungen (1975 bis 1982) folgen dem Goldkurs: 7,74 g Feingold mal Tageskurs, abzüglich fairer Marge. Sie sind weit verbreitet, leicht zu prüfen und damit ein unkomplizierter Standardfall im Ankauf.
Originale von 1923 dagegen sind selten und können einen deutlichen Sammlerwert über dem Goldpreis tragen, ebenso die zaristischen 10-Rubel-Stücke (etwa unter Nikolaus II.) mit Zarenporträt. Prägung, Jahrgang und Erhaltung unterscheidet Marcel Querl, geprüfter Diamant- und Schmuckgutachter, bei der Sichtung.
Mit einem Goldgehalt nah am britischen Sovereign und der hohen Stückzahl der Neuprägungen ist der Tscherwonez im Ankauf ein gut kalkulierbarer Standardfall. Viele Exemplare gelangten in den 1970er und 1980er Jahren als Anlagegold nach Westeuropa und tauchen heute in Nachlässen auf. Für Sie heißt das: Bei den häufigen Neuprägungen erhalten Sie zügig den vollen Goldwert von 7,74 g Feingold, während wir bei vermuteten Originalen von 1923 oder zaristischen Stücken genauer hinsehen, weil dort ein erheblicher Sammleraufschlag im Spiel sein kann.
Neuprägung oder Original von 1923, beim Tscherwonez entscheidet das Prägejahr darüber, ob nur das Gold oder ein Sammlerwert zählt.
Den reinen Tageswert finden Sie unter Goldmünzen-Wert und Goldpreis heute; Ihr Stück rechnet der Goldwert-Rechner. Persönlich erreichen Sie uns über Goldankauf Essen.
Fragen zum Tscherwonez-Verkauf.
Ist mein Tscherwonez selten?
Das hängt vom Prägejahr ab. Die Neuprägungen von 1975 bis 1982 sind häufig und folgen schlicht dem Goldwert, weil sie in großer Zahl als Anlagestücke produziert wurden. Originale von 1923 dagegen sind selten und können einen deutlichen Sammlerwert über dem Goldpreis haben, ebenso zaristische 10-Rubel-Stücke. Das Prägejahr ist also der Schlüssel zur Bewertung.
Wie wird der Materialwert berechnet?
Feingoldgewicht mal aktueller Goldkurs. Den Tageswert pro Gramm zeigt Goldpreis heute, das Feingewicht je Münze die Tabelle unter Goldmünzen-Wert, Ihr konkretes Stück der Goldwert-Rechner.
Was ist der Unterschied zum zaristischen 10-Rubel?
Der zaristische 10-Rubel trägt ein Zarenporträt, etwa von Nikolaus II., und ist unter Sammlern oft gesuchter, der sowjetische Tscherwonez zeigt dagegen den Sämann. Beide enthalten ähnlich viel Gold, nah an 7,74 g Feingold, weshalb der Materialwert vergleichbar ist. Der Unterschied liegt vor allem im möglichen Sammleraufschlag, der bei zaristischen Stücken höher ausfallen kann.
Kaufen Sie auch beschädigte Stücke an?
Ja, bei den Neuprägungen als reine Anlagemünzen zählt das Feingold, Gebrauchsspuren mindern den Materialwert nicht. Bei seltenen Sammlerstücken wie Originalen von 1923 oder zaristischen 10-Rubel ist die Erhaltung dagegen ein Faktor, weil sie den Sammlerwert beeinflusst. Wir bewerten beides getrennt, sodass Sie auch für ein beriebenes Anlagestück den vollen Goldwert erhalten.
Was bedeutet das Sämann-Motiv?
Der Sämann (russisch "Sejatel") symbolisiert in der frühen Sowjetzeit Aufbau, Arbeit und Wohlstand. Er streut vor einer aufgehenden Sonne und einer Fabrikkulisse Korn aus, ein Bild für den Neuanfang nach den Wirren des Bürgerkriegs. Das Motiv prägt die Rückseite des Tscherwonez und gab der Münze ihren volkstümlichen Beinamen, unter dem sie bis heute bekannt ist.
Warum wurde der Tscherwonez 1975 wieder geprägt?
Die Sowjetunion legte ihn als Anlage- und Handelsmünze neu auf, auch im Vorfeld der Olympischen Spiele 1980 in Moskau, um Devisen einzunehmen. Diese Neuprägungen von 1975 bis 1982 entstanden in großer Zahl und sind heute die häufigsten Tscherwonez-Stücke am Markt. Sie tragen das jeweilige Prägedatum und folgen als reine Anlagestücke dem Goldkurs.
Ist der Tscherwonez gut verkäuflich?
Die Neuprägungen ja, sie sind weit verbreitet, leicht zu prüfen und damit liquide. Sie folgen dem Goldkurs und werden zügig zum vollen Materialwert bewertet. Bei vermuteten Originalen von 1923 oder zaristischen Stücken lohnt die Einzelbewertung, weil hier ein Sammleraufschlag möglich ist. Schon ein Foto von Vorder- und Rückseite genügt uns für eine erste Einschätzung.
Wie viel Gold steckt im Tscherwonez verglichen mit anderen Münzen?
Der Tscherwonez enthält 7,74 g Feingold und liegt damit nah am britischen Sovereign (7,32 g) und etwas über den 20-Mark-Stücken des Kaiserreichs (7,16 g). Im Vergleich zu den 5,81 g eines Vreneli oder Napoleon ist er also deutlich schwerer. Für den Materialwert zählt allein dieser Feingoldgehalt mal Tageskurs, unabhängig von Prägeland und Motiv.
Tscherwonez bewerten lassen.
Foto von Vorder- und Rückseite genügt. Wir bewerten Material- und Sammlerwert getrennt und melden uns binnen 24 Stunden.